Miami Myeloma MRD Meeting 2026 – ein Überblick

Miami Myeloma MRD Meeting 2026 Das 13. Miami Myeloma MRD Meeting 2026 am 10. April 2026 war ein zentrales Forum für die Rolle der minimal residual disease (MRD / Messbare Resterkrankung) im Multiplen Myelom. Es brachte Kliniker:innen, Forschende, Regulierungsbehörden, Patientenorganisationen und Industriepartner zusammen, um zu diskutieren, wie MRD die klinische Entscheidungen und die Zulassung neuer Therapien beschleunigen kann.

Das Myeloma MRD Meeting wurde ursprünglich 2014 von Dr. Ola C. Landgren, MD, PhD, begründet. Dr. Landgren ist ein führender Kliniker und Wissenschaftler im Bereich multiples Myelom und Leiter des Sylvester Myeloma Institute in Miami, Florida (USA). Er hat maßgeblich dazu beigetragen, nachzuweisen, dass MRD langfristige Ergebnisse stark vorhersagen kann, und hat sich für die Verwendung von MRD als frühen Endpunkt in klinischen Studien eingesetzt.

Seine rund 15‑jährige Forschungsarbeit lieferte die Datenbasis für die Entscheidung des FDA‑Beratungsgremiums 2024, nach der MRD‑Negativität (typischerweise 10⁻⁵) in Kombination mit kompletter Remission als intermediärer Endpunkt zur Unterstützung beschleunigter Zulassungen beim Myelom anerkannt wird. Dadurch könnte sich der traditionelle Zeitrahmen der Arzneimittelentwicklung um etwa zehn Jahre verkürzen, indem Regulierungsbehörden auf tiefe, MRD‑basierte Remissionen reagieren können, bevor langfristige Überlebensdaten verfügbar sind.

Das Miami MRD Meeting dient als Plattform für diese Konzepte und bringt Akteure aus Wissenschaft, Regulierungsbehörden und Industrie zusammen, um MRD‑geführte Myelomstrategien voranzubringen.

Die drei größten Myelom-Patientenorganisationen IMF, MMRF und Healthtree waren aktiv in die Organisation eingebunden und beteiligten sich intensiv an den Diskussionen. Es war ermutigend zu sehen, dass die Stimmen der Patienten in diese entscheidende Konferenz integriert wurden.

Eine Vertreterin der US Food and Drug Administration (FDA) nahm an den Podiumsdiskussionen teil. Im Mittelpunkt standen die neuen FDA-Leitlinien, die MRD-Negativität und komplette Remission als intermediäre Endpunkte für beschleunigte Zulassungen beim Multiplen Myelom anerkennen. Diskutiert wurde, wie MRD-basierte Endpunkte Studiendauer verkürzen, Zulassungsprozesse optimieren und den Zugang zu innovativen Therapien verbessern können.

Das Meeting konzentrierte sich auf MRD entlang des gesamten Myelom‑Spektrums (schwelend → neu diagnostiziert → residiv/refraktär). Im Rahmen von fünf Vortrags‑Sitzungen und vier Diskussionsrunden präsentierten und diskutierten Experten MRD‑relevante Daten und Ergebnisse aus jüngeren MM‑Studien, neue Technologien zur besseren Messung von MRD sowie Aspekte der translationalen und klinischen Umsetzung.

Highlights des Programms

Das vollständige Agenda und Meeting Highlights sind auf der offiziellen Website des Meetings zu finden.

SESSION I: MRD-TESTING BEIM SCHWELENDES MYELOM (SMM) - NEUE HORIZONTE!
Kann MRD-Negativität zeigen, bei wem eine frühe Therapie sinnvoll ist? Krankheitskontrolle oder Heilungschancen in diesem frühen Stadium? MRD-relevante Daten aus folgenden Studien:
Session II: Panel‑Diskussion – Ist hochrisiko schwelendes myelom (SMM) die neue Standard‑Therapieindikation für alle Patienten? Rolle der Remissionstiefe?

SESSION III: NEUE EINBLICKE IN MRD-NEGATIVITÄT BEI NEU DIAGNOSTIZIERTEM MYELOM (NDMM)
Session IV: Panel‑Diskussion – Neu diagnostiziertes Multiplen Myelom und MRD: Was sind die Trends?

SESSION V: MRD‑GEFÜHRTE THERAPIESTUDIEN

Studien, in denen Therapieentscheidungen (z.B. Dauer der Erhaltungstherapie, Therapieunterbrechung oder Eskalation) prospektiv vom MRD‑Status abhängen.


Session VI: Panel‑Diskussion – MRD und Therapieentscheidungen: Sind wir schon so weit?

Session VII: MRD beim residivierten/refraktären Myelom (RRMM)
Session VIII: Neue MRD‑Technologien

Session IX: „Neue MRD‑Technologien – welche klinischen und wissenschaftlichen Anforderungen bestehen?“

Dieser Blog-Post zum Miami Myeloma MRD Meeting 2026 ist eine sehr kurze Zusammenfassung in deutscher Sprache aus Patientensicht. Für Detailangaben zu den Studien werden die jeweiligen Original‑Publikationen und die Konferenz‑Webseiten empfohlen.