COMy 2026: MAIC - Matching-adjustierter indirekter Vergleich
Blog-Post:
Leider ist das Video zur MAIC (Matching‑Adjusted Indirect Comparison) von Regeneron auf der CoMY‑On‑Demand‑Plattform nicht verfügbar. Um den Inhalt wirklich zu verstehen und darüber berichten zu können, müsste ich es mehrfach ansehen. Deshalb ist dieser Text keine Zusammenfassung, sondern eine kurze Erklärung auf Grundlage anderer Quellen.
Seit der MAIC‑Session bei CoMY ist mir aufgefallen, dass es viele solche Analysen gibt. Sie vergleichen Therapien indirekt, z.B. bei ASCO gab es ein Abstract über das MAIC-Vergleich zwischen Linvoseltamab und Teclistamab.
Wir haben aktuell das Glück, dass es viele neue Therapien gibt, und weitere werden in klinischen Studien untersucht. Aber nicht alle Medikamente werden direkt miteinander verglichen.
MAIC ist eine statistische Methode. Sie macht Behandlungen aus verschiedenen Studien besser vergleichbar, wenn es keinen direkten Vergleich gibt. Dabei werden Unterschiede zwischen den Patientengruppen, z.B. Alter oder Krankheitsstadium, rechnerisch angepasst. Die Methode wird schon länger genutzt.
Was bedeutet das für Patientinnen und Patienten?
- Man bekommt eine bessere Vorstellung davon, wie gut verschiedene Behandlungen wirken könnten.
- Es kann Hinweise geben, welche Therapie für bestimmte Patientengruppen besser geeignet ist.
- Neue Medikamente lassen sich besser einordnen.
- Ärztinnen und Ärzte erhalten zusätzliche Informationen für ihre Entscheidungen.
Wichtig ist aber auch, MAIC hat Grenzen.
- Es ist kein echter direkter Vergleich.
- Es kann nur Faktoren berücksichtigen, die in den Studien berichtet wurden.
- Nicht gemessene Unterschiede können das Ergebnis trotzdem beeinflussen.
- Die Ergebnisse sind deshalb weniger sicher als bei einer randomisierten Studie.
Laut diesem Video wird die Methode in Deutschland derzeit vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G‑BA) eher kritisch gesehen.